Pasolini

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Pasolini, F, I, B 2014, 84 Min., Regie: Abel Ferrara, mit Willem Dafoe, Maria de Medeiros, Riccardo Scamarcio, Ninetto Davoli, Giada Colagrande, Adriana Asti. Valerio Mastandrea

Nichts deutet darauf hin, dass dies der letzte Tag im Leben des italienischen Schriftstellers und Regisseurs Pier Paolo Pasolini sein wird. Auch den Morgen des 2.11.1975 verbringt er mit seiner Mutter, ehe er Zeitung liest und an einem Drehbuch arbeitet. Zum Mittagessen kommt die Schauspielerin Laura Betti zu Besuch. Am Nachmittag gibt Pasolini einem Journalisten ein Interview zu seinem »Skandalfilm« Saló, o le 120 giornate di Sodoma (Die 120 Tage von Sodom). Abends trifft er Freunde in einem Restaurant, anschließend fährt er mit seinem Alfa Romeo zum Schwulenstrich, wo der 17-jährige Pino Pelosi zu ihm ins Auto steigt. Als er mit ihm zum Strand von Ostia fährt, taucht dort aus dem Dunkel eine Gruppe von jungen Männern auf …Unterbrochen wird die Erzählung von Szenen, die nach Pasolinis letztem Drehbuch entstanden und die unter anderem den Pasolini-Schauspieler Ninetto Davoli beim Besuch eines vermeintlichen »Homosexuellenparadieses« zeigen. Im Kontrast zu dessen quirliger Komik verkörpert Willem Dafoe Pasolini als kontemplativen Menschen. Angereichert mit vielen originalen Pasolini-Zitaten, gibt seine konzentrierte Darstellung eine Ahnung davon, wie es gewesen sein könnte ...

Quelle: Berlinale