Las Mil y Una: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 5. März 2020, 17:26 Uhr

Las Mil y Una (One in a Thousand), Argentinien, Deutschland 2020, 120 Min., Regie: Clarisa Navas, mit Sofía Cabrera, Ana Carolina Garcia, Mauricio Vila, Luis Molina, Marianela Iglesia


Iris ist 17, trägt Sportklamotten und dribbelt ihren Basketball durch die weiten Innenhöfe ihrer Sozialwohnungssiedlung irgendwo in Argentinien. Sie ist von der Schule geflogen und verbringt die warmen Tage und Nächte mit ihren zwei besten Freunden, ihren Cousins, in engen Zimmern am Handy oder auf den leeren Straßen des Ortes. Jungs verschwinden beim Versteckspielen mit anderen Jungs, ziehen sich vor der Webcam aus und schreiben leidenschaftliche Texte gegen eine heteronormative Gesellschaft. Eine trügerische Leichtigkeit liegt in der Luft und das Versprechen, dass in der Liebe und beim Sex alles möglich ist. Als die coole und selbstbewusste Renata die Bildfläche betritt, ist Iris fasziniert. Ein erster Flirt lässt nicht lange auf sich warten. Doch in der Siedlung werden Gerüchte über Renatas Vergangenheit immer lauter. Regisseurin Clarisa Navas erzählt von einer Zeit zwischen Coming-out und Cybermobbing, Gemeinschaftsleben und Armut, Liebe und Gewalt und beschreibt den Übergang zwischen süßer Kindheit und bitterer Realität der Erwachsenenwelt in schwebenden, oft dokumentarisch anmutenden Bildern.

Quelle: Berlinale