Vito

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Vito, USA 2011, 93 Min., Regie: Jeffrey Schwarz

Fr, 25.05., 19 h


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„Als Aktivist geboren“: Vito Russo, New Yorker Filmkritiker, Drehbuchautor und LGBT-Aktivist, war über Jahrzehnte eine der charismatischsten, eloquentesten und inspirierendsten Persönlichkeiten der amerikanischen Schwulenbewegung nach Stonewall. Berühmt wurde er durch seine Life Lecture und sein Buch The Celluloid Closet (1981), eine Untersuchung der Darstellung von Homosexualität im Film – bis heute ein Standardwerk zum Thema, mit dem er in idealer Weise seine Liebe zum Showbusiness mit radikaler Schwulenpolitik verbinden konnte. 1984 war er damit im Panorama zu Gast, für den gleichnamigen Film erhielten die Regisseure Rob Epstein und Jeffrey Friedman 1996 den TEDDY Award. Russo war Motor für drei einflussreiche Organisationen, die Politik, Agitation, Kunst und Performance verbanden: die Gay Activists Alliance (GAA), die Gay & Lesbian Alliance Against Defamtion (GLAAD) und ACT UP, eine fantasievoll subersive Gruppe im Kampf gegen AIDS. Reichhaltiges Archivmaterial und Statements von Freunden und Aktivisten fügen sich zum Porträt eines energiegeladenen, bis zuletzt aktiven und für das queere Gedächtnis unverzichtbaren Menschen. Vito Russo starb 1990 an AIDS.

Quelle: Berlinale