Chi l’ha visto

Aus WikiSchwuR
Version vom 20. Februar 2012, 21:00 Uhr von Harald Tiemann (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Chi l’ha visto, D 2009, 92 Min., Regie: Claudia Rorarius, mit Gianni Meurer, Paul Kominek


In »Chi l’ha visto«, dem Spielfilmdebut der deutschen Regisseurin Claudia Rorarius, begleitet der Zuschauer den Protagonisten Gianni Meurer auf einer Fahrt von Berlin nach Italien. Dort sucht Gianni, ein Mann in den frühen Dreißigern, nach seinem Vater, den er vor 25 Jahren zum letzten Mal gesehen hat. Alles, was Gianni neben seinen blassen Kindheitserinnerungen vom Vater hat, sind ein paar Briefe und ein Foto. Dieses Foto zeigt Gianni jedem, dem er auf dem Weg nach Rom begegnet, denn dort vermutet er den Vater.

Fiktion und Realität, Rolle und Schaupielerbiografie verweben sich in »Chi l’ha visto« auf untrennbare Weise: Gianni Meurer heißt so auch im wahren Leben. In Deutschland ein bekannter Musicaldarsteller, ist er - wie im Film - Halbdeutscher und hat als Kind den Kontakt zu seinem Vater verloren. »Chi l’ha visto« macht diesen konkreten biografischen Aspekt zum Ausgangspunkt einer fiktiven Spurensuche, während derer Gianni den jungen Deutschen Paul kennenlernt, mit dem er daraufhin einige Tage gemeinsam verbringt. Paul wird gespielt von Paul Kominek, der vor allem als Musiker unter dem Namen »Turner« und »Pawel« seit vielen Jahren international durch Elektropop-Veröffentlichungen auf Labels wie Mute und EMI bekannt ist.

»Ein eindringliches, ruhiges und mit klarem Blick für die Schönheit der Landschaften Norditaliens fotografiertes Roadmovie, das sowohl um Fragen der persönlichen als auch der nationalen Identität kreist. Eine raffinierte Reflektion darüber, wie verschwundene Familienangehörige das Leben der Zurückgebliebenen beeinflussen, ja sogar steuern. Je unwahrscheinlicher die Auffindbarkeit der Verschwundenen, desto stärker bestimmen sie die >mental maps< ihrer Zurückgebliebenen.« (Jan Kedves)

Quelle: Film-Homepage